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biografie
allgemein
Das Genre der Landschaft ist seit geraumer Zeit bestimmend in Franz Baumgartners Malerei. Dabei sind es keine konkreten Abbildungen, Ausschnitte von Natur im topografischen Sinne, sondern mehr mentale Landschaftsräume, Gegenwelten des Reellen. Zwar bestückt der Künstler die Gegend mit allerlei Inventar – wie etwa Bäume, Häuser, Straßen, die sich dynamisch kurven – das Leben ist aber ausgelöscht, menschenleer verlassen. Es sind auch keine Sehnsuchtsorte, um dem nüchternen Alltag zu entfliehen, dazu sind sie zu abwägig, unsicher, sur-real. Baumgartner wird man aber nicht als surrealistischen Landschaftsmaler einstufen, aber dennoch spielt das Ungewisse eine bestimmende Rolle, schleicht sich in das allzu Verführerische des Illusionistischen ein. Diese obskure Note zeigt sich auch in der bestimmten Farbnote: ein grau grüner Hauch bedeckt das gesamte Geschehen, rauchig nebelige Kälte, die sich mit der Stille vermischt. Dadurch erhalten die Bilder etwas Abstraktes, Distanziertes, Eigenständiges. Diese Eigenständigkeit heißt auch Farbe auf Leinwand, die malerisch verwischt wird und den Dingen eine melancholische Unschärfe verleiht.