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EMB Contemporary Art
 
 
pressetext august '05
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Eröffnung des
Show Rooms EMB - Contemporary Art
in Balzers


Am Freitag den 19. August von 17 - 21 Uhr und am Samstag den 20. August von 13 - 19 Uhr eröffnet Mag. Eva-Maria Bechter einen Show Room an der Alten Churerstr. 45 in 9496 Balzers, Liechtenstein.

Nach dem Studium der Kunstgeschichte in Wien hat Eva-Maria Bechter Erfahrung in der Kunstvermittlung sowie im Galerien-Sektor gesammelt und auch immer wieder Texte für Künstler publiziert. Auf Grund ihrer Liebe und Wertschätzung für zeitgenössische Künstler ist es ihr schon seit längerem ein Anliegen, ihrer Heimat Liechtenstein diese Freude zur Kunst weitergeben zu können.

Der Show Room EMB - Contemporary Art wird nun unter diesem Bestreben der Vermittlung eröffnet. Das Augenmerk für die erste Ausstellung ist auf das Medium der Malerei gerichtet. Zehn unterschiedliche Künstler präsentieren - meist zum ersten Mal in Liechtenstein - ihre Kunstwerke. Die Auswahl umschliesst vorerst österreichische Künstler, Künstler die mit Eva-Maria Bechter freundschaftlich verbunden sind und die sie seit ihrem Studium in Wien immer wieder begleiten. Offenheit für "neue" Künstler ist jedoch durchwegs vorhanden.

Jeder der zehn Künstlerpersönlichkeiten steht für sich singulär in der Verankerung der Kunstgeschichte. Die abstrakten Positionen werden von Hubert Scheibl, Jakob Gasteiger, Ahmet Oran und Gunter Damisch vertreten. Martin Schnur, Eva Wagner, Bianca Regl und Christoph Buchegger vertreten die figurative Malerei. Die Druckgraphik ist in den Holzschnitten von Erich Steininger und den sensibel starken Kaltnadelradierungen von Arnulf Rainer zu bewundern.

Die Malerei ist im 20. Jahrhundert mehrere Tode gestorben. Die Kunst der 70er Jahre hat sich stark von diesem Medium abgewandt und vermehrt mit kunstfremden Gegenständen experimentiert. Als in den 1980er Jahren die Malerei aus ihrem Grab wieder auferstanden ist, ist gerade die wiedererwachte Figuration in aller Munde. Auf der documenta 1982 werden die Neuen Wilden und die Transavanguardia wie Helden gefeiert. In diesem Strom der Gegenständlichkeit hat eine Gruppe junger Künstler 1987 im Museum Moderner Kunst in Wien und dann im Kunsthalle Bern unter dem Titel "Hacken im Eis" Schlagzeilen gemacht. Ihre Kunst hat sich der Figuration verweigert und sich bewusst dem Material der Malerei zugewandt. Farbe, Leinwand und Gestik waren die Prämissen und haben die Urtümlichkeit des Malakts nach Aussen gekehrt. Vertreter dieser "Hacken im Eis" Gruppe sind u.a. Gunter Damisch und Hubert Scheibl. Beiden ist bis heute gemein: die Malerei per se ist und bleibt im Mittelpunkt. Scheibl verarbeitet mit seinen Farbschichten meditative tiefenillusionistische Bildräume, deren glühende, pulsierende Oberflächen an verschwommene, abstrahierte Fotos, Videostills oder Ultraschallaufnahmen erinnern. Damisch verwischt Mikro- und Makrokosmos in seinen Bildwelten. Pastos - teils gar reliefhaft - schweben, strudeln und fliegen Stacheltierchen, Amöben, Sterne und Kometen im malerischen Raum hin und her.
Ahmet Oran geht in seinen Bildern sensibler mit der Materie der Farbe und dem Farbraum um. Er schafft es auf seinen Leinwänden wunderbare, vielschichtig monochrome Bildflächen entstehen zu lassen, die in der Ruhe und Kontemplation münden.
Jakob Gasteigers Malerei ist eine abstrakt prozessuale. Das Bild wird zur objekthaften Materie, in die er mit einer kammartigen Rakel anonyme Spuren zieht. Zufall und Planung treten auch in seiner neuen Werkphase in Erscheinung: geschüttete Lacke auf Reflexfarben oder im kalten Wasser erstarrte Aluminiumskulpturen.

Die letzten Kunstmessen zeigen eine erneute Hinwendung zur Figuration. Die viel gepriesene Leipziger Schule, allen voran der Maler Neo Rauch, gibt - auch im oberen Preissegment - den Ton an. Den abstrakten Positionen tritt erneut die Figuration entgegen. Martin Schnur verarbeitet in seinen alt meisterlich ausgeführten Tafelbildern die Alltagskultur der Werbung, der Zeitschriften, sowie die Schönheit der Natur. Realismus steht als Sinnbild für die reine Malerei. Eva Wagner verwischt diese Realität, indem sie ihre zeichnerisch aufgesetzte Wirklichkeit mit Hilfe einer gestisch sensiblen Malerei scheinbar verwischt und nur Ansatzweise offenbart.
Bianca Regl, als Studentin der Meisterklasse Schmalix an der Akademie für Bildende Kunst, tritt durch ihre Liebe zum Realismus in die Fussstapfen ihres Lehrmeisters. Zu Recht gilt sie als eine der Neuentdeckungen in der Malereiszene. Ihre Sensibilität liegt sowohl im graphischen Kleinformat als auch im gestisch malerischen Pinselstrich auf der Leinwand.
Christoph Buchegger konzentriert sich vor allem auf die Darstellung von Tieren. Grundlage für seine Bilder sind oft Illustrationen in Tierbänden, die er dann gekonnt malerisch auf der Leinwand festhält.

Das Hauptmedium von Erich Steininger ist der Holzschnitt. Aus der Tradition der Expressionisten entnommen, erkennt der Betrachter die gesamte Kraft und Gestik des Künstlers beim Bearbeiten des Holzes. Steininger gehört in Österreich sicherlich zu einem wichtigen Vertreter dieses Mediums und seine Arbeiten zieren unter anderem auch U-Bahnstationen in Wien.
Eine der wohl bekanntesten Künstlerpersönlichkeiten in Österreich ist Arnulf Rainer. Im Show Room der EMB - Contemporary Art ist er mit einer Auswahl von Kaltnadelradierungen vertreten, die sein direktes intensives Arbeiten - Zerkratzen, Verdecken und Verdichten - auf eine eindrückliche Art verdeutlichen.

Neben den unterschiedlichen Positionen findet man im Show Room der EMB - Contemporary Art auch unterschiedliche Preissegmente. Beginnend bei 250 Schweizer Franken bis hin zu 23.500 ist für jede Geldbörse was dabei.


Galerie EMB Contemporary Art - international b+p sales establishment, Landstrasse 76, Postfach 242, 9495 Triesen, Fürstentum Liechtenstein
Eva-Maria Bechter: Telefonnummer +423 792 61 35 email: info@emb-art.com