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Pressetext zur Ausstellung: Hubert Scheibl, Geh zum Fürst, wenn Du gerufen würst

 

HUBERT SCHEIBL
Geh zum Fürst, wenn Du gerufen würst
19. Oktober bis 24. Dezember 2011
EMB Contemporary Art, Landstrasse 76, 9495 Triesen, Liechtenstein
 
Eröffnung: Dienstag, 18. Oktober 2011 von 18.00 bis 21 Uhr
Um 18.30 Uhr spricht Bernd Stieghorst, Kurator BodensseKulturraum e.V.
Der Künstler ist bei der Eröffnung anwesend.
Öffnungszeiten: Do-Fr 15-18 Uhr und Sa 10-15 Uhr
 
Neue Gemälde des österreichischen abstrakten Malers Hubert Scheibl werden unter dem Titel Geh zum Fürst, wenn Du gerufen würst in der Galerie EMB Contemporary Art ausgestellt. In seiner zweiten Ausstellung in Triesen wird Scheibls aktuelles künstlerisches Spektrum präsentiert. Dieses ist mannigfaltig und umschliesst neben dem malerischen Agieren in Form von pulsierenden Farbräumen auch die freien seismografischen Zeichnungen auf Leinwand. Der Titel zu dieser Ausstellung hat der Künstler in Bezug auf eine alte Redewendung gewählt. Der Satz Gehe nicht zu deinem Ferscht, wenn du nicht gerufen werscht wurde im 19. Jahrhundert von Franz Grillparzer in einem seiner Dramen verwendet. Die Umkehrung ins Positive bedeutet für Scheibl im Sinne der Kunst eine Anspielung auf den über Jahrhunderte gängigen Modus des Kunstmäzenatentums des Adels und der Geistlichkeit und der erst jungen Tradition der Museen mit ihren Direktoren und Kuratoren.
 
Das abstrakte Bild steht bei Hubert Scheibl für sich, generiert seinen eigenen Bildraum, im Unterschied etwa zu klassischen Landschaftsbildern, die eine verkleinerte Version der gesehen Wirklichkeit darstellen. Dadurch erfahren auch die wuchtigen abstrakten Farbfelder von Scheibl eine environmenthafte Realität und sind eben keine relationalen abstrahierten Naturstücke. Der Pinselstrich, die Farbfläche, alle Bildelemente sind eins zu eins zu verstehen, strahlen Eigenwert aus. Jedoch ist die Erinnerung an Natur ihr ausserbildlicher Referenzpunkt, denn Scheibl versteht sich nicht als puristischen abstrakten Künstler, losgelöst von der Welt, sondern „alles ist Natur, wir sind die Natur“. So treten atmosphärische Assoziationen unterschiedlicher Raumordnungen auf: flirrende Wüsten, polare Schneefelder, kosmische Löcher, Ultraschallbilder.
Neben den sphärisch räumlich determinierten Gemälden entstehen seit ein paar Jahren regelmässig zeichnerisch geprägte Bilder. Die unteren, farbig malerischen Ebenen werden zumeist mit einer weissen oder schwarzen Schicht überzogen und durch Kratzspuren wieder freigelegt. Diese monumentalen Arbeiten sind artverwandt mit den Zeichnungen auf Papier von Hubert Scheibl, die der Künstler seit den späten 1980er Jahren kontinuierlich schafft. Im großen Format kann sich der Zeichner regelrecht körperlich einschreiben, grosse rhythmische Gesten werden über die Bildfläche gezogen. Es sind einmalige Setzungen, die direktesten Markierungen des künstlerischen Handelns. Eine Korrektur ist somit unmöglich. Die Linie genügt nur sich selbst, erzählt von Bewegung, Intensität und Zeit. Die zittrigen Linien zeugen von der emotionalen psychischen Aufladung des Künstlers im Arbeitsvorgang. Dieses direkte, abstrakte Zeichnen bildet den ursprünglichsten Part künstlerischer Artikulation für Hubert Scheibl: befreit von der Ratio, in die Tiefen des Unbewusstseins abtauchen zu können, den Trieben nachzugehen.

 

Hubert Scheibl  in CHINA:

"Neue Abstrakte Malerei aus Österreich" unter diesem Titel "tourt" im Moment eine Ausstellung durch China. Kuratiert wurde die Show vom Direktor des Museums Moderner Kunst in Wien, Edelbert Köb. Nach vier Stationen in China, wird die Ausstellung im Dezember in Wien zu sehen sein. Neben Hubert Scheibl sind auch die Künstler Herbert Brandl, Gunter Damisch, Otto Zitko, Walter Vopava und Erwin Bohatsch mit Arbeiten vertreten. 


Galerie EMB Contemporary Art - international b+p sales establishment, Landstrasse 76, Postfach 242, 9495 Triesen, Fürstentum Liechtenstein
Eva-Maria Bechter: Telefonnummer +423 792 61 35 email: info@emb-art.com