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biografie
allgemeines
Brandls Gemälde erscheinen naturalistisch und abstrakt zugleich. Zum einen deuten sie Landschaftliches an: sie erinnern an verfärbte Himmel im Abendrot, stürmische Meeresszenarien, Waldbrände am Horizont. Infernal romantisch. Jedoch tauchen die Bilder zugleich in reine Malerei ab, verweigern sich, das aus der Natur Erfahrene aufzunehmen.
Spontan setzt Brandl mit Spachtel oder Pinsel die Ölfarbe – pastos oder transparent – auf das zuvor grundierte Textil der Leinwand. Eine expressionistisch manierierte Handschrift mit Geschick und Routine möchte Herbert Brandl vermeiden, in dem er seine soeben aufgetragenen Pinselstriche wieder übermalt, zersetzt, verdichte oder auslöscht. Es ist ein prozessuales Ringen um ein in sich gestärktes Bild – stets mit dem Zweifel, scheitern zu können. Dieses Bewusstsein ist eine immense Stärke des Künstlers, ein Regulativ, nicht in ein festgefahrenes allzu abgeklärtes Produzieren von Bildern abzudriften. Brandl zeigt sich auch als ein Maler, der die „naturalistische“ Malerei in sein künstlerisches Werk integriert: neben den bestimmenden abstrakten Farbfeldern entstehen seit ein paar Jahren monumental eindrückliche Gebirgspanoramen, oder gar Waldstücke.