


Auf die Leinwand schichtet die Künstlerin zunächst weißen Halbkreidegrund, den sie mit einer Untermalung aus Ölfarbe abdeckt. Anschließend streicht sie drei Grundfarben mit der Spachtel horizontal auf die vorbereitete Leinwand; aus den zuvor noch unvermischten pastosen Farbzonen entstehen nun durch das gleichmäßige rhythmische Bewegen des Rakels malerische Verzahnungen und Überdeckungen von koloristisch subtil durchmischten Bereichen. Trotz all der analytischen wissenschaftlichen Explorationen zu Kolorit und Farbe zeigt sich Ulrike Stubenböck als Malerin, die das Sinnliche und Meditative im Atmosphärischen, Malerischen und Klimatischen selbstverständlich in ihr künstlerisches Schaffen integriert: rot-schwarz bestimmte Gemälde in glühender Wärme, braun-grüne Malerei mit erdigen Qualitäten, bläuliche Töne erwecken Assoziationen an die Tonalität von Wasser und Himmel, ohne impressionistisch-naturalistische Eigenschaften anzunehmen.